Wasser

Awareness * Action * Anregungen

AWARENESS

Wieviel Wasser verbrauchen wir tatsächlich?

Dieses Thema liegt unserem Agentur-Goldfisch »Sharky« natürlich besonders am Herzen. Von den großen Müllstrudeln, die nicht nur für ihn besorgniserregend sind, haben wir bereits gehört. Im Durchschnitt bestehen drei Viertel des gefundenen Mülls in den Ozeanen aus Kunststoffen. An mediterranen Küsten sind es sogar über 80 Prozent an Plastikmüll im Wasser und an den Stränden.

Dass Wasser ein kostbares Gut ist, ist vielen bewusst und daher ist Wassersparen seit langem selbstverständlich. Klimawandel mit trockenen Sommern oder Überflutungen machen uns dies auch hierzulande immer deutlicher. Insgesamt leiden 2,7 Milliarden Menschen mindestens einen Monat im Jahr unter Wassermangel. Das allein zeigt wie wertvoll Wasser ist. Aber wie viel »virtuelles« Wasser steckt in den Produkten, die wir Tag täglich konsumieren und wo kommen diese Produkte her?

Wasserfußabdrücke

Im Wasserfußabdruck wird auch das indirekt genutzte Wasser eingerechnet, das in den Produkten steckt, die wir konsumieren (virtuelles Wasser).

Umweltbundesamt

Mit dem grünen Wasserfußabdruck ist natürlich vorkommendes Boden- und Regenwasser gemeint, das von den Pflanzen aufgenommen wird. Ein blauer Fußabdruck bezeichnet das Wasser, das genutzt wird um Produkte, wie z.B. Lebensmittel oder Textilien, aus Grund- und Oberflächengewässern herzustellen. Auch die landwirtschaftliche Nutzung zur Bewässerung von Feldern oder der Viehzucht wird mit dem blauen Fußabdruck gekennzeichnet. Der Begriff grauer Wasserfußabdruck misst die Menge an Wasser, die durch den Produktionsprozess verschmutzt wird (z.B. durch den Einsatz von Pestiziden). Berechnet wird dafür das Wasservolumen, das dafür nötig ist es soweit zu verdünnen, damit die Belastung mit Schadstoffen unterhalb des üblichen Trinkwassergrenzwerts liegt. Der Wasserfußabdruck macht deutlich, dass sich unser Konsum auf die weltweiten Wasserressourcen auswirkt. Unser Bedarf an Ernährung und Kleidung erfordert mehr Wasser im Ausland als im Inland. Das meiste Wasser führt Deutschland über Agrargüter aus Brasilien, der Elfenbeinküste und Frankreich ein. Vielleicht ein Argument Bio-Kaffee bewusster zu genießen und aus Respekt vor dem Inhalt auf den Pappbecher mit Plastikdeckel und Strohhalm zugunsten einer Keramiktasse zu verzichten.

125 ml Kaffee

96 % Grün
01 % Blau
03 % Grau

17196 l/kg Schokolade

98 % Grün
01 % Blau
01 % Grau
250 g Baumwolle

54 % Grün
33 % Blau
13 % Grau
15415 l/kg Rindfleisch

94 % Grün
04 % Blau
02 % Grau
4325 l/kg Hühnerfleisch

82 % Grün
07 % Blau
11 % Grau
5988 l/kg Schweinefleisch

82 % Grün
08 % Blau
10 % Grau
250 ml Milch

82 % Grün
08 % Blau
10 % Grau
3178 l/kg Käse

85 % Grün
08 % Blau
07 % Grau
287 l/kg Kartoffeln

85 % Grün
08 % Blau
07 % Grau
250 ml Bier

85 % Grün
06 % Blau
09 % Grau

Was schätzt du?

Wie nachhaltig schätze ich mich ein?

Probiere es aus, mit dem Footprint-Calulator. Dieses Quiz soll dir die grobe Richtung anzeigen in der du dich bewegst.

Wie war das nochmal mit den Fußabdrücken?

Durstige Güter

Blick durchs Fernrohr:
Was hast du bisher für dich entdeckt?

Bevor du den Gedanken wieder verlierst: schreibe ihn schnell auf.

Fazit

Entscheide selbst wie tief du ins Thema eintauchen möchtest. Wir bieten dir eine Liste an Schlagworten zum Schnorcheln. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, stellen wir Links & Literatur-Listen zur Verfügung. Und für die Tiefseetaucher unter euch stellen wir Downloads, Apps, Tools und Checklisten bereit.

Links:

Virtuelles WasserWasserabdruckPlastik in den MeerenWasser sparenMeeresumweltdatenbankUnser WasserfußabdruckDurstige GüterNachhaltiger Umgang mit WasserWelche Nahrungsmittel brauchen wieviel Wasser?Wasser sparenWaterprintsPlastikflutverschiedene Wasserfußabdrücke How to calculate the water Footprint of any Food

Literatur:

Rund um das Trinkwasser

Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (⁠BMU⁠), dieses vertreten durch den Präsidenten des Umweltbundesamtes.

Welche Qualität hat das Leitungswasser in Deutschland? Wie wird es kontrolliert? Wie sieht es mit Nitrat, Blei oder Krankheitserregern aus? Was ist bei den Trinkwasserinstallationen im eigenen Haus zu beachten?ma von vielen Seiten zu beleuchten.

Wasser: wertvolles Nass oder Überfluss?

Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (⁠BMU⁠), dieses vertreten durch den Präsidenten des Umweltbundesamtes.

Kann man Wasser eigentlich „sparen“? Ist Wassersparen zuhause sinnvoll und wo lohnt es sich für Umwelt und Haushaltskasse besonders? Antworten gibt dieses Faltblatt. Außerdem geht es darum, was jede und jeder Einzelne tun kann, damit unser Trinkwassere so gut bleibt, wie es heute ist, und was, damit auch Menschen und Ökosystemen in anderen Ländern noch genug Wasser bleibt.

Downlaods:

Value of Water Research Report Series No.48, UNESCO-IHE.

Mekonnen, M.M. and Hoekstra, A.Y. (2010)

The green, blue and grey water footprint of farm animals and animal products, Value of Water Research Report Series No.48, UNESCO-IHE.

Wassersparen in Privathaushalten: sinnvoll, ausgereizt, übertrieben?

Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (⁠BMU⁠), dieses vertreten durch den Präsidenten des Umweltbundesamtes.

In Privathaushalten wird immer weniger Wasser „verbraucht“. Das klingt erst einmal positiv. Doch Wasserversorger schlagen Alarm: Verbraucherinnen und Verbraucher sollten nicht weiter Wasser sparen oder sogar wieder mehr Wasser nutzen, da nicht mehr genug Wasser durch die Leitungsnetze fließt und diese extra gespült werden müssen. Dieses Hintergrundpapier legt dar, warum ein sorgsamer Umgang mit Wasser trotzdem sinnvoll und wo dies besonders wichtig ist. Denn Warmwassersparen ist aktiver ⁠Klimaschutz⁠. Aber es geht nicht nur ums Sparen: Sorgsam mit Wasser umzugehen heißt auch, im Alltag zu vermeiden, was der Qualität unseres Grundwassers schadet.

Arbeitsblätter:
Nachhaltiger Umgang mit WasserNachhaltig mit Wasser umgehen

Podcast:
Sauberes Trinkwasser – keine Selbstverständlichkeit

Apps:
National water footprint explorerWater footprint

Unsere Segel-Manöver

Was ars navigandi zum Thema nachhaltiger Umgang mit Wasser bereits unternommen hat:

Wasser sparen

Wir haben WC-Wasserstopps für Spülkasten und wassersparende Perlatoren für unsere Wasserhähne gekauft und installiert.

Fair Trade Kaffee

Für unsere Kaffeeküche beziehen wir Fair Trade Bio Kaffee. Unsere Kaffeemaschine arbeitet ohne Plastikbecher oder Kaffeetabs.

Leitungswasser

Jedes Crewmitglied hat eine eigene Wasserflasche, in der mit einem bereitgestellten Wassersprudler Leitunsgwasser mit Kohlensäure versetzt werden kann.

ACTION

Stelle dich deinem »Painpoint«

Mein Painpoint: das Vermeiden der Mittagspausen-Plastikfalle beim Bestellen.

ANREGUNGEN

speedboat

Welche Anker halten unser Segelboot noch von einem nachhaltigen Kurs ab?
Was meinst du? Gebe dem Anker einen Namen und trage ihn als Kommentar ein.

Was könnte uns schneller machen auf unserem Kurs Richtung Nachhaltigkeit?
Trage deine Idee für das Trimmen der Segel ebenfalls ein.

Nachhaltigkeits-Kompass

Auch wenn die einzelnen Maßnahmen zunächst vielleicht simpel wirken: Leinen los für deine Aktion. Hier eine Skala an Maßnahmen zum Thema Wasser: Vom kleinen Lüftchen bis zur steifen Brise. Je wärmer die Kompassfarbe, desto mehr muss man sich manchmal gegen die Strömung der Bequemlichkeit stellen. Entscheide selbst in welches Gewässer es dich zieht.

Was man tun kann um das Grundwasser zu schützen:

– Abfälle und Giftstoffe nicht in den Ausguss
– Das Auto in der Waschanlage waschen
– Biologisch abbaubare Wasch- und
Reinigungsmittel nutzen
– Verzicht auf Pestizide im Garten
– Produkte aus ökologischem Anbau kaufen

Leitungswasser trinken

In der Glaskaraffe das kostengünstigste und umweltfreundlichste Getränk.

Das Trinkwasser kommt in Deutschland in guter Qualität direkt frei Haus aus dem Hahn, für ca. 0,2 Cent pro Liter. Ganz ohne Transport und Verpackung.

Was man tun kann um das Grundwasser zu schützen:

– Abfälle und Giftstoffe nicht in den Ausguss
– Das Auto in der Waschanlage waschen
– Biologisch abbaubare Wasch- und
Reinigungsmittel nutzen
– Verzicht auf Pestizide im Garten
– Produkte aus ökologischem Anbau kaufen

Ein trauriges Beispiel für hohen Wasserverbrauch ist der Aralsee. Einst der viertgrößte Binnensee der Erde (ca. so groß wie Bayern), verlor er 90% seines Wasservolumens auf Grund gigantischer Wasserentnahme für den Baumwollanbau. Der Salzgehalt stieg gleichzeitig an.

Regional und saisonal einkaufen

So schützt man Wasserressourcen in anderen Ländern. In Deutschland dominiert der Anteil des indirekten Wassers besonders beim Import von pflanzlichen Erzeugnissen.

Ein trauriges Beispiel für hohen Wasserverbrauch ist der Aralsee. Einst der viertgrößte Binnensee der Erde (ca. so groß wie Bayern), verlor er 90% seines Wasservolumens auf Grund gigantischer Wasserentnahme für den Baumwollanbau. Der Salzgehalt stieg gleichzeitig an.

Im Alltag setzen wir verschiedene Chemikalien, wie z.B. Wasch- und Reinigungsmittel, Biozide, Industriechemikalien und Pflanzenschutzmittel ein. Über das Abwasser unserer Haushalte, landwirtschaftlich genutzte Flächen oder Industrieanlagen gelangen diese Chemikalien in unsere Gewässer.

Unser Trinkwasser schützen

Abfälle oder Giftstoffe, wie z.B. Medikamente oder Lacke gehören nicht in den Ausguss oder in die Toilette.

Im Alltag setzen wir verschiedene Chemikalien, wie z.B. Wasch- und Reinigungsmittel, Biozide, Industriechemikalien und Pflanzenschutzmittel ein. Über das Abwasser unserer Haushalte, landwirtschaftlich genutzte Flächen oder Industrieanlagen gelangen diese Chemikalien in unsere Gewässer.

Ursachen wie das Plastik dorthin gelangt:
– fehlendes oder unzureichendes Abfall- und Abwassermanagement.
– Littering: Müll wie Kaffeebecher, Zigarettenstummel oder Plastiktüten gehören getrennt und nicht einfach in der Natur weggeworfen.
– Abrieb von Autoreifen, Bauwerken, Folien oder Kleidung aus Kunststofffasern
– Kosmetika oder Reinigungsmittel enthalten Mikroplastik
– Düngemittel werden mit Plastik ummantelt

Die Plastikflut stoppen

Kunststoffreste und Mikroplastik finden sich in Seen und Böden, in den Meeren und in vielen Meerestieren. Momentan wird darüber diskutiert, ob Plastikpartikel auch in der Luft vorkommen, im Trinkwasser und in anderen Lebensmitteln. Durch das Vermeiden oder den bewussten Umgang mit Plastik kann jeder gegensteuern.

Ursachen wie das Plastik dorthin gelangt:
– fehlendes oder unzureichendes Abfall- und Abwassermanagement.
– Littering: Müll wie Kaffeebecher, Zigarettenstummel oder Plastiktüten gehören getrennt und nicht einfach in der Natur weggeworfen.
– Abrieb von Autoreifen, Bauwerken, Folien oder Kleidung aus Kunststofffasern
– Kosmetika oder Reinigungsmittel enthalten Mikroplastik
– Düngemittel werden mit Plastik ummantelt

Erfindung „Solar-Kleidung“

Kleidung, die das Smartphone aufladen kann? In den Stoff eingefasste Solarzellen machen es möglich. Auch für andere Oberflächen wie Segel, Rucksack oder Regenschirm eine Idee, an der momentan viele experimentieren.

Leinen los!

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